Guatemala-Stadt/USAC
Felix' Reise Oktober 30th, 2010
Am Mittwoch, dem 20. hiess es Abschied nehmen aus Xela. Abschied von der wunderbaren Familie, die ich ueber die vergangen Tage wirklich lieb gewonnen hatte, als auch von einigen neuen Freunden...
Ziel war diesmal Guatemala-Stadt, wo ich nach erfolgreichem Erstehen einer Haengematte1 in Antigua abends ankam. Am naechsten Tag nahm mich Mario, Exilcobanero, bei dem ich uebernachtet hatte, mit zur USAC, Guatemalas staatlicher Universitaet, wo er unterrichtet. Die Universidad San Carlos de Guatemala war das vergangene Jahr durch die Medien gegangen, als Studenten den Campus besetzten und der Unibetrieb ueber fast zwei Monate zum erliegen brachte.
Stein des Anstosses war, Studenten kuenftig nicht mehr an den Wahlen der Universitaetsleitung beteiligt werden, wodurch die USAC, so die Argumentation der Estudiantes por la Autonomía, praktisch ihre Autonomie verliert. Frust herrschte auch, weil der Staat seiner verfassungsgegebenen Pflicht, fuenf Prozent seines Etats fuer die USAC bereitszustellen, schon lange nicht mehr nachkommt.

Die Karikaturen der 13 "Verraeter" war nach Wiedereroeffnung des Campus ueberstrichen worden. Reaktion der Studenten: "Verrat wird mit Farbe nicht ausgeloescht"
Die Spuren waren der Besetzungen waren im Monat nach der Wiedereroeffnung noch immer ueberall auf dem Campus zu sehen. Liebstes Ziel der Schmaehungen an vielen Waenden sind die 13 Professoren, die die Entscheidung zu verantworeten haben.
Abgesehen von den vielen "verzierten" Waenden war von den turbulenten vergangenen zwei Monaten aber nicht viel zu spueren: Die USAC gleicht, soweit zumindest mein halbtaegiger Eindruck, ueberaschend stark anderen Universitaeten. Einschlaegige Bildungsarchitektur, unzaehlige, vornehmlich junge Menschen vertieft in ihre Laptops oder einfach nur am ausspannen und plauschen auf den ausgedehnten Gruenflaechen, die Szenerie koennte auch aus einer beliebigen europaeischen Metropole stammen, waeren da nicht die Palmen ueberall auf dem Campus.
Fuer mich auf jeden Fall ein bisher unbekanntes Gesicht der Haupststadt und ein angenehmer Kontrast zur Anspannung, die ich hier in den Strassen hier oft verspuerte.
Felix
- von Q300 runter auf Q170. Nimm dass, Patrick! [↩]


















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